Mi
03
Sep
2008
Der Start in Frankreich
Nachdem nun meine ersten Tage in St. Brieuc
vergangen sind, möchte ich euch ein paar meiner Erlebnisse mitteilen. Zuallererst möchte ich sagen, dass ich hier sehr gut aufgenommen wurde und bisher jeder Rücksicht auf meine (noch) unzureichenden
Sprachkenntnisse nimmt.
Vor allem mein Chef, Gwendal, macht einen sehr sympathischen Eindruck. Ich teile mir mit dem anderen Freiwilligen, Lenard, ein 5 Bett-Zimmer aus dem wir aber bisher 2 Betten rausgeräumt haben. So nach und nach wird unser Zimmer immer mehr von einem normalen Herbergszimmer, zu einem Zimmer, in dem wir unser Jahr verbringen werden. Wir haben mittlerweile einen Schreibtisch, Fernseher und DVD-Player.
Als Freiwilliger wird man hier in verschiedenen Bereichen eingesetzt, bisher haben Lenard und ich alle Schichten gemeinsam gearbeitet, was sich aber schon ab Morgen ändert. Meine erste Aufgabe war das „petit déjeuner“, was einen zwar zum frühen Aufstehen zwingt, aber den Tag doch angenehm starten lässt, da man die frischen und noch warmen Baguettes aufschneiden muss. Meine zweite Schicht habe ich abends in der Rezeption, die sich als sehr schwierig erweisen wird. Ich kann zwar mittlerweile Gäste einchecken und ihnen die Zimmer zuweisen, aber beim Verstehen und vor allem selber sprechen ergeben sich doch einige Probleme. Vor allem die ersten Anrufe werden nicht gerade leicht werden.
Lenard und ich hatten uns schon auf einen ruhigen Start in der Herberge gefreut, da wir die ersten beiden Tage nur 6 Gäste hatten. Seit Dienstag ist die Ruhe aber erstmal dauerhaft vorbei. Als wir unsere Schicht an der Rezeption antreten wollten, stand auf einmal der ganze Hof voller junger Menschen und Gwendal eröffnete uns kurz darauf, dass dies 60 Schüler einen Jungeninternats seien, die bis Mai (!!!) hier wohnen werden, uns also etwas mehr als die Hälfte unseres Jahres begleiten.
Die Jugendherberge an sich ist etwas außerhalb gelegen, bis zum Stadtkern, der übrigens aus lauter mittelalterlich wirkenden Häusern besteht und zumindest tagsüber immer voller Menschen zu sein scheint, sind es 3 km. Bis zum Strand sogar die doppelte Entfernung, aber wir können die Fahrräder der Herberge benutzen. Und immerhin sind 6km bis zum Meer weitaus kürzer als von Bebra zum nächstgelegenen Meer ;-).
Hiermit möchte ich meinen Bericht über die ersten Tage schließen und in dem nächsten wahrscheinlich mehr auf meinen Alltag in Frankreich eingehen.
p.s. Waehrend dieses Berichtes ging gleich 2 mal der Feueralarm los! Die Rauchmelder sind sehr fein eingestellt und das wird uns wohl noch haeufiger passieren. Das nervige ist, dass der Alarm mindestens 5 Minuten an ist
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