Sa
06
Sep
2008
Mein bisheriger Alltag
Ich hatte ja das letzte Mal erwähnt, dass ich euch ein wenig über die Alltäglichkeiten erzählen wollte, das soll nun passieren.
Morgens um 6 Uhr werde ich von „Island in the Sun“ von
„Weezer“ relativ sanft aus dem Schlaf geholt und nach ca. 5 Minuten wandel ich zum Waschbecken. Ab 6.25 Uhr gehe ich über den Hof zur Rezeption,
um die Alarmanlage auszuschalten. Spätestens hier werde ich richtig wach, da das Wetter im Moment häufig von Schauern beherrscht wird und um halb 7 auch noch nicht die wärmsten Temperaturen herrschen. Im Anschluss schalte ich noch einen zweiten Alarm von dem PC aus und mache mich in die Küche. Heute Morgen hab ich es allerdings geschafft, gleiche beide Alarme losgehen zu lassen, aber ich glaube es ist niemand geweckt wurden, da die Sirenen nicht in voller Lautstärke tönten. In der Küche hole ich zuerst die Baguettes, im Moment 21, aus dem geheimen Briefkasten, wo der Bäcker sie gegen 6.30 Uhr ablegt und habe dort den ersten angenehmen Moment am Morgen, da der Duft von frischen Baguettes dem Tag doch einen angenehmen Start gibt. Außerdem stelle ich noch zu Beginn die beiden Getränkemaschinen an, da sie etwa 20 Minuten brauchen, bis sie die passende Temperatur erreicht haben. Nachdem das getan ist, bringe ich den süßen Brotaufstrich in den Essenssaal. An das französische Frühstück könnte ich mich übrigens schnell gewöhnen. Jeden Morgen frische Baguettes mit Nutella, dazu eine heiße Schokolade, Orangensaft und einen Joghurt. Bis ich mir das gönnen kann vergeht allerdings noch ein wenig Zeit, da zwischen 7 und 7.45 Uhr die 60 Schüler des Jungeninternats speisen, die bis Mai in der Herberge wohnen werden. Ab 9 Uhr kümmere ich mich um den Abwasch und säubere den Saal, was bis ca. 11.30 dauert. Bisher erwartete mich jetzt immer ein freier Nachmittag, da ich erst abends um 18 Uhr meine nächste Schicht an der Rezeption antreten muss. Da mein Französisch im Moment noch nicht wirklich reicht, um ein ganzes Gespräch zu führen, stellt diese Schicht mich vor die größten Probleme. Lenard, mein Mitfreiwilliger, und ich sitzen aber bis auf Weiteres immer zusammen an der Rezeption und erledigen so auch die Aufgaben zusammen, wobei Lenard einen Großteil des Kontaktes mit den Herbergsgästen erledigt. Das tolle an der Arbeit in der Rezeption ist, dass man in der Zeit, in der keine Gäste kommen, ungestört das Internet nutzen kann.
Nachmittags habe ich bisher zwei mal eine „Tour de St. Brieuc“ gemacht, bin also mit dem Fahrrad in die Stadt und vor allem ans Meer. Nachdem wir gestern, wegen irgendwelcher gefährlicher Umbauarbeiten, den Strand nicht betreten durften, bin ich heute noch einmal allein direkt zum Strand und habe einige wirklich schöne Plätze gefunden, die ich euch bald per Foto zugänglich machen werde.
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