So
05
Okt
2008
O'Kenny - Meine neue Lieblingskneipe
Meine Ménage-Schichten sind vorerst vorbei. Ich hab in den letzten Tage weit über 100 Betten gemacht und bin ganz froh, dass jetzt eine ruhigere Woche mit nur 20 Arbeitsstunden auf mich wartet. Es scheint fast so, als ob
ich hier Themenwochen hätte, denn die kommende Woche muss ich fast nur kellnern - und das auch immer erst abends. Das heisst nix anderes, als dass ich den ganzen Tag über frei habe und erst um 18 Uhr anfangen muss. Hoffentlich spielt das Wetter ein wenig mit, dann werde ich die Gegend mit dem Fahrrad genauer erkunden.
Freitag Abend stand also das Konzert von Steven an und ich wollte unbedingt hin, nur leider hat erst Nina abgesagt, da sie arbeiten musste und Lenard ist ins Volleyballtraining, ich entschied daraufhin allein hinzugehen, auch wenn ich das nicht allzu reizend fand. Ich hatte mir noch schnell von Numa den Weg erklären lassen und fuhr mit dem Rad in die Stadt. Da sich dass Wetter hier ziemlich schnell ziemlich stark abgekühlt hat, hatte ich auch zum ersten Mal meine Winterjacke an. Es gibt hier in der Stadt einen Platz, an dem echt nur Kneipen liegen, allerdings war er bisher trotzdem fast immer leer. Freitag Abend sah es aber schon ganz anders aus, der Platz war voller junger Leute und es war richtig Partystimmung, auch wenn ich feststellen musste, dass man in Frankreich wohl erst weggeht, wenn man etwas älter ist. Ich hatte zumindest das Gefühl einer der Jüngsten weit und breit zu sein. Das O'Kenny lag aber leider nicht an diesem Platz und so musste ich ein paar Leute nach dem Weg fragen und stand irgendwann endlich an meinem Ziel. Von aussen versprach das O'Kenny nicht allzuviel, aber das scheint hier bei den Kneipen fast normal zu sein, denn drin angekommen fühlte ich mich sofort wohl. Wenn ich das nächste mal da bin, mach ich ein paar Fotos, die ganze Kneipe ist ziemlich gemütlich und sogar 3-stöckig. Als ich ankam spielte die Band von Steven schon, eine ziemlich coole Gruppe, der Sänger und Bassist kommt aus England, Steven sitzt an den Drums und kommt aus New York City und der Gitarrist ist Franzose. Nach kurzer Zeit fingen die Leute sogar an zu tanzen und es war einfach eine total lockere Stimmung.
Weil es mir so gut gefallen hatte, gingen Lenard und ich nach getaner Arbeit am Samstag Abend gleich noch einmal ins O'Kenny und sollten es nicht bereuen. Ich bekam zum ersten Mal ausserhalb Irlands ein Pint of Guinness mit gezapftem Kleeblatt. Dazu lief im Hintergrund noch irische Musik, ich glaube das war nicht das letzte Mal, dass icht dort war.
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