Degemer Mat! - Herzlich Willkommen!

Fr

17

Okt

2008

Quintin

Samstag Abend stand zum also zum ersten Mal etwas größeres auf dem Plan, das Elektrofestival. Dort angekommen erwartete mich vor der Tür eine lange Schlange, aber das Anstehen lief doch schneller ab als erwartet. Innen angekommen gefiel mir die Location sofort, es legten mehrere DJs im 2. Untergeschoss eines Parkhauses auf und zumindest nach Mitternacht wurde die Musik ziemlich gut. Ich traf einige Leute, die schon mal in der Herberge genächtigt hatten sowie Numa, einen Kollegen. Gegen halb 2 trat ich dann den Heimweg an, glücklich, abends endlich mal wieder etwas größeres erlebt zu haben.

Die folgenden Tage gestalteten sich alle eher etwas ruhig, was ich aber gar nicht schlimm finde. Ich hatte begonnen den „Medicus“ zu lesen und so verbrachte ich viel Zeit mit dem Buch im sonnigen Innenhof.

QuintinQuintin

Mittwoch war mein nächster freier Tag und mich zog es wieder aus der Herberge raus, da ich abends aber noch Volleyballtraining hatte, wollte ich nichts allzu anstrengendes unternehmen und so fuhr ich mit dem Bus nach Quintin, einem kleinem Ort südlich von St Brieuc. Dies war also mein erster Ausflug ins Landesinnere, auch wenn ich nicht wirklich weit vorankam, denn die Busfahrt dauerte nur ca. 30 Minuten. In Quintin angekommen freute ich mich sofort, dass ich den Trip trotz starker Bewölkung in Angriff genommen hatte, denn der Ort sieht sofort sehr ansprechend aus. Neben einem See und mehreren kleinen Parkanlagen fallen einem sofort eine alte Burg- oder Schlossruine und die Basilika ins Auge. Meine ersten Schritte führten mich aber über eine Holzbrücke in ein nahegelegenes Waldstück, wo ich feststellte, dass mittlerweile wirklich Herbst ist. Der ganze Boden war voller Blätter und es roch nach nassen Laubbäumen. Im Anschluss picknickte ich auf einer Bank am See und ging dann die Stadt erkunden. Quintin scheint sehr vom Tourismus abhängig zu sein, denn neben den sehr penibel gepflegten Parkanlagen, die man in der ganzen Stadt antrifft, stößt man auch ständig auf Schilder, die auf Parkmöglichkeiten hinweisen.

Ich mit meinem ersten MenhirIch mit meinem ersten Menhir

Die Stadt ist insgesamt nicht allzu groß und so fuhr ich mit dem Fahrrad, das man problemlos im Bus transportieren konnte, aus der Stadt heraus, denn hier stehen 2 Menhire. Nach ca. 10 Minuten fahrt entdeckte ich ihn auch, meinen ersten Hinkelstein. Als ich ihn sah, musste ich ein wenig schmunzeln, denn in vielen Touristenführen werden die Menhire und Dolmen der Bretagne groß als Überbleibsel keltischer Kultur angeführt, aber alle Menhire, die ich heute zu sehen bekam, standen auf Kuhweiden oder Feldern. Für die Menschen hier sind sie vielleicht sogar mehr Ärgernis als Attraktion, da sie wirklich mitten auf Feldern stehen. Nach einer kurzen Pause auf einer Bank entschied ich mit dem Rad noch nach „Le vieux bourg“ zu fahren, eine kleine Ortschaft, in der es noch mehr Menhire geben sollte. Nach 8 Kilometern sehr hügeliger Strecke kam ich in dem Dorf an, entdeckte aber auf einer Karte, dass ich noch einmal 10km weiter fahren müsste um meinen ersten Dolmen zu sehen. Weil ich aber nicht wusste, ob ich es dann noch rechtzeitig zum Bus schaffen würde, suchte ich nur den nächstgelegenen Menhir auf und fuhr zurück nach Quintin.

Abends in Saint Brieuc bekam ich von meinem Trainer mitgeteilt, dass ich am Samstag mein erstes Spiel machen werde, da ich die ständigen Positionswechsel immer noch nicht völlig durchschaut habe, kann das noch lustig werden.

Trackback-Url für diesen Artikel


Trackbacks / Pingbacks: 0

Kommentar schreiben

0 Kommentare

  • loading